Was macht man, wenn...?

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Atlanta Germany
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Was macht man, wenn...?

Beitrag von Atlanta » Fr Nov 15, 2019 10:15 am

Moin Kollegen,

was macht man, beim Bau einer Eisenbahn, wenn viel Wasser zwischen dem Ort der Rohstoffe und der Weiterverarbeitung liegen?

Im Normalfall werden Dämme, Brücken und Fähren gebaut, sollte man meinen.

Das trifft aber nicht immer zu.

Bild

Beim Anblick dieses Bildes könnte man auf ein Fakebild schließen aber es war in der Tat gängige Praxis bei einigen Waldbahnen in Nord Amerika, die Gleise wie bei einer Furt(h) durch das Wasser zu legen anstatt mit einer teuren Brücke obendrüber.

Je nach Wassertiefe kamen auch die Loks der Bauarten Heisler und Shay damit zurecht, jedoch gab es auch speziell für diesen Zweck entwickelte Loks der Bauart Climax.

Bild

Bei entsprechendem, länger anhaltendem Frost kann man auch eine Abkürzung über den See nehmen anstatt darum herum zu fahren.

Bild

Bilder in diesem Beitrag mit Genehmigung der Cass Scenic RR historical Society und der US Library of Congress.

Unterscheidungsmerkmale der US Getriebeloks:
Bauart Heisler:
Zylinder beidseitig wirken auf mittlere unterhalb der Maschine Kurbel- und Kardanwelle.
Die Kraftübertragung erfolgt auf die einzelnen Drehgestelle auf jeweils nur einer Achse und dann mit außenliegenden Kuppelstangen auf die jeweils andere Achse.
Ein nachlaufender Hilfstender hatte ein weiteres Antriebsgetell mit zwei Achsen.

Bauart Lima Shay:
Ein seitlich leicht versetzter Dampfkessel gab dieser Bauart ihr asymetrisches Aussehen von vorn. Auf der rechten Seite des Lokführers gleich vor dem Führerhaus waren 2, 3 oder 4 Zylinder stehend angeordnet die senkrecht nach unten auf eine seitlich geführte Kurbel- u. Kardanwelle wirkten.
Die Kraftübertragung auf alle Achsen erfolgte mit Kegelzahnrädern.
Es gab Ausführungen mit bis zu zwei angetriebenen Hilfstendern.

Bauart Climax:
Unter der Bauart Climax wurden alle sonstigen Arten von Getriebelokomotiven eingruppiert, so gab es keine typischen und speziefischen Climax Loks einer einzigen Antriebs- und Kraftübertragungsart.

Eine 3 Zylinder Schay hatte ähnlich große Ausmaße wie eine deutsche BR 52 und ist somit nicht besonders klein.

Auf Grund dieser speziellen Bauarten und Kraftübertragungen und ihres recht hohen Gewichtes waren diese Lok vielseitig einsetzbar, nicht die Geschwindigkeiten zählte sondern ihre Kletterfähigkeiten waren von herausragender Bedeutung.
Leerzüge konnten Neigungen von mehr als 7 % im Adhäsionsbetrieb überwinden und rauverlegte Gleise waren ebenfalls kein Problem.
Genießen Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen...Die Bahn! :roll:
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Schönen Gruß,
Ingo

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